• leo

Die Farben auf der Flagge verkannt - ein Kommentar


Wir hatten Post.

Mehr oder weniger und in Form eines Leserbriefes in der Deggendorfer Zeitung unter dem Titel "Unter falscher Flagge gesegelt", welcher sich auf die Kundgebung vom 06. März und den darauf folgenden Artikel in der DZ vom 07. März bezog. Der vollständige Leserbrief als Foto zur Ansicht. Quelle: Deggendorfer Zeitung, www.pnp.de

An dieser Stelle möchte ich auf den Leserbrief mit einem Kommentar eingehen. Bitte beachtet, dass ein Kommentar die Meinung des Verfassers darstellt und nicht zwingend die des Vereins oder einzelner Mitglieder darstellen muss.

 

Die Farben auf der Flagge verkannt Kommentar zum Leserbrief „Unter falscher Flagge gesegelt“ vom 11. März:

Leider konnte sich Herr Weng nicht persönlich von den Motiven, dem Verständnis von Würde und dem Grundrechtgedanken der Veranstalter der Kundgebung vom 06. März überzeugen. Ein konstruktives Gespräch mit Ihnen hätten die Initiatoren willkommen geheißen, doch Herr Weng zerpflückt ohne Tiefgang lieber einen aus dem Kontext gerissenen Satz, ob „über 70 Prozent der Bevölkerung aus Überzeugung geimpft“ seien, welcher zudem nicht von Frau Jänchen stammt.


Dass die Veranstalter in den letzten Wochen am Deggendorfer Stadtplatz zahlreiche Kundgebungen mit offenem Mikrofon bei freier Rede für jeden abgehalten hatten, verschweigt der Autor ebenso und warf den Veranstaltern Einseitigkeit vor. Vor Einseitigkeit strotzt ebenso derselbige Leserbrief, in welchem in überheblicher Manier für 70% der Bürger (geimpfte), behauptet wird, aus welchen Beweggründen diese gehandelt haben möchten. Die Wichtigkeit einer „Überzeugung“ wird entwertet und der geimpfte fernab jeder Evidenz und aktuellen Erkenntnis zum alleinigen Retter aus der Pandemie stilisiert. Ein Land mit 84 Mio. Einwohnern möchte aus „Überzeugung“ mit einer allgemeinen Impfpflicht und bester Moral aller Zeiten, die Welt von 8 Mrd. Menschen aus der PANdemie retten.


Was bedeutet es überhaupt, sich „aus Überzeugung“ impfen zu lassen?

Ist es eine Impfung aus „Überzeugung“, wenn…

… ein Jugendlicher eigentlich nur wieder in die Disko dürfen will und in der Schule sich nicht dem Impf-Mobbing aussetzen lassen möchte?

… ein Arbeitnehmer nur Angst hat, die Anstellung zu verlieren?

… eine ganze Familie samt Kleinstkindern – ohne Schutzbedarf – eigentlich nur ins Kino, die Bibliothek, oder zum Opa ins Heim gehen dürfen möchte?


Überzeugung ist, wenn ich mich impfen lasse, weil ich für MICH alleine, alle Für und Wider abgewogen und ohne gesellschaftlichen Druck für den Eingriff in meinen Körper entschieden habe, mit der Kenntnis, dass ich mich nach dieser Impfung weiterhin infizieren kann, dass ich die Infektion weitergeben kann und dass die Schutzdauer der Qualität einer Langzeit-Wetterprognose für Segler gleicht: nicht verlässlich.

Eine Überzeugung ist etwas grundsätzlich Persönliches, was leider sehr viele verkennen, aus irrationaler, panischer Angst in die Spritze laufen, es einfach „jemandem“ oder gar allen – der Gesellschaft – Recht machen wollen und damit die Hoheit über das Letzte was jedem Bleibt – den Körper – an den Staat abtreten. Und das ist furchtbar schade.







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